Zaunpfosten mit Einschlagbodenhülsen

15.01.2019

Benötigt wirklich jeder Zaun ein gegossenes, betoniertes Fundament? Nein. Für einen leichten Maschendrahtzaun, Fix Clip Zäune und kurze Sichtschutzelemente brauchen Sie keine Betonsäcke zu schleppen. Hier reichen Einschlaghülsen aus. Es liegt auf der Hand, das große, schwere Zaunlösungen ab einer bestimmten Höhe besser betoniert werden. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen zunächst die schnelle, einfache Variante mit Einschlagbodenhülsen. Für das Thema Zaunpfosten betonieren haben wir einen extra Beitrag für Sie.

Einschlagbodenhülsen für den Zaunbau: Praktisch und schnell!

Nur mit einer stabilen Gründung steht Ihr Zaun dauerhaft. Hier erklären wir Ihnen wie Sie Einschlaghülsen für die Pfosten setzen. Sie können übrigens auch für die einzelnen Zaunstreben Einschlaghülsen verwenden und brauchen für diese ebenfalls keinen Beton zu gießen. Die passenden Strebenplatten bestellen Sie am besten gleich mit.

Zaunbau mit Einschlaghülsen ist die perfekte Wahl für denkbar viele Einbausituationen. Sie planen einen niedrigeren Zaun, oder Sie möchten ein besonders großes Grundstück selbst mit Maschendraht eingrenzen? Dann sind Einschlaghülsen eine praktische Alternative zu zeitraubendem Betonieren.

Einschlaghülsen werden wie der Name schon vermuten lässt in den Boden eingeschlagen. Bei mein-zaunshop.de finden Sie Einschlaghülsen passend zu den Maßen Ihrer Zaunpfosten in unterschiedlichen Größen. Welche Sie benötigen hängt von zwei Faktoren ab: Dem Boden und dessen Beschaffenheit und der Länge und damit der Auflast des Zaunes.

Wieviele Pfosten und welcher Abstand bei Einschlaghülsen?

Der Abstand zwischen den einzelnen Zaunpfosten sollte beim Zaunbau mit Einschlaghülsen nicht länger als 2,5 Meter sein. Der Anfangspfosten, der Endpfosten, sowie Torpfosten bekommen zusätzlich eine Strebe. Eckpfosten werden mit zwei Streben verstärkt. Auf langen Strecken sollten Sie spätestens nach 20 Metern Zaunlänge einen Pfosten mit zwei Streben stützen.

Vorgehensweise: Wichtige Schritte beim Setzen der Einschlagbodenhülsen

Den späteren Verlauf des Zaunes stecken Sie im ersten Schritt grob ab. Noch können Sie korrigieren und nachbessern. Achten Sie darauf, die Pfostenpunkte so zu wählen, dass die einzelnen Zaunfelder damit abgedeckt sind. Markieren Sie die komplette Zaunlänge auf dem Boden mit einer Richtschnur oder Markierungsspray und prüfen Sie bevor Sie mit der Arbeit beginnen nochmals den genauen Verlauf. Stimmt er mit der Grundstücksgrenze überein? Dann kann es losgehen!

Wenn Sie möchten können Sie an den späteren Pfostenpunkten die Grasnarbe zunächst mit einem Spaten ausstechen. So können Sie, wenn die Pfosten gesetzt sind gleich für ein sauberes, stimmiges Gesamtbild sorgen.

Der Einbau der Hülsen selbst ist vom Prinzip her einfach. Sie nehmen ein passendes Holzstück mit denselben Eckmaßen wie der Zaunpfosten, stecken dieses in die Einschlaghülse und arbeiten berherzt mit einem Vorschlaghammer. Gleich bei den ersten Versuchen werden Sie merken, dass das Ganze gar nicht so schwer ist. Beim Kontrollieren mit der Wasserwage wird Ihnen jedoch auffallen, dass exaktes Arbeiten gar nicht so einfach ist.

Aus diesem Grund nehmen Sie bereits während dem Einschlagen die Wasserwage, am besten eine Winkelwasserwage zur Hand. Ebenfalls praktisch, wenn Sie einen Helfer haben: Orientieren Sie sich an einem Richtpfosten der neben die Hülse gehalten wird und prüfen Sie zwischendurch nach.

Achtung bei steinigen, trockenen Böden: Während dem Einschlagen kann es leicht vorkommen, dass sich die Hülsen verdrehen. Dem können Sie ein Stück weit entgegenwirken, indem Sie mit einer Gießkanne ordentlich wässern. Gerade bei größeren Gartengrundstücken und entsprechend längeren Zäunen ist es besser, erst nach einem Regentag ans Werk zu gehen. Gleiches gilt für gefrorenem Boden: Bei tiefem Frost ist es nur sehr schwer möglich Einschlaghülsen mit vertretbarem Aufwand effektiv zu setzen.

Video: GAH Alberts Fix-Clip Pro Zaun mit Einschlagbodenhülsen bauen

Das nötige Werkzeug und praktische Helfer

Das Schöne am Zaunbau mit Einschlaghülsen ist, dass Sie kein spezielles Werkzeug benötigen. Ein Vorschlaghammer und ein Reststück Holz das in die Hülse passt genügen. Praktisch und hilfreich sind ein paar kleine Extras wie eine Winkelwasserwage.

  • Einschlaghülsen
  • Reststück Holz
  • Holzbohrer
  • Akkubohrmaschine
  • Maßband / Zollstock
  • Säge
  • Richtschnur
  • Spaten
  • Maul / Ringschlüssel (in der Regel 13, 17 oder 19)